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Die Aquabox: Das erste mobile und nachhaltige Hallenbad

5 Fakten über das Projekt
- Die „Aquabox“ steht in Stuttgart-Zuffenhausen
- Sie ist das erste mobile Hallenbad in Holzmodulbauweise in ganz Europa
- Sie wird Teil der Internationalen Bauausstellung 2027 sein (IBA ’27)
- Die „Aquabox“ ist eine Interimslösung während des Neubaus der bestehenden Hallenbäder und soll immer wieder verwendet werden
- Wir haben das tragende Holzmodulkonzept mitentwickelt

Worum geht's?

Als Aquabox wird das erste mobile Hallenbad in Holzmodulbauweise bezeichnet. Es gilt als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Bäderbau und steht aktuell auf dem Festplatz in Stuttgart-Zuffenhausen. Wir haben 2024 die Anfrage bekommen, ob wir bei der Statik und Tragwerksplanung für den Holzbau mitwirken möchten. Natürlich haben wir sofort zugesagt.

Die Idee zum mobilen Holz-Hallenbad ist entstanden, weil das bestehende Hallenbad in Zuffhausen saniert wird. Um den Schul-, Vereins- und öffentlichen Badebetrieb weiterhin zu erhalten, hat die Stadt Stuttgart nach einer innovativen Lösung gesucht – und diese mithilfe von Experten gefunden. Baustart war im Herbst 2025, im Herbst 2026 soll das mobile Hallenbad schon in Betrieb genommen werden.

Innenansicht Hallenbad Holzhybrid

Jetzt die Details: Was sind die Besonderheiten am Projekt?

Die Aquabox ist in Holzbauweise mit einem sehr hohen Vorfertigungsgrad entstanden. Insgesamt wurden für das Gebäude 46 Module zusammengesetzt, die wieder vollständig rückbaubar und mehrfach verwendbar sind. Das heißt: Ist die Sanierung des bestehenden Hallenbads in Zuffhausen abgeschlossen, kommt die Aquabox an einem anderen Ort zum Einsatz. Und das macht das Projekt so richtig nachhaltig.

Das Gebäude besteht aus einem Erd- und einem Obergeschoss. Die fünf Bahnen im Becken sind 25 Meter lang, die Beckentiefe ist durch den Hubboden variabel einstellbar. Technisch wird das Gebäude mit Wärmepumpen und Photovoltaik betrieben – ein weiterer positiver Aspekt der Nachhaltigkeit. Insgesamt soll die Aquabox neue Standards im Bäderbau setzen – und das wird sie auch!

Unser Fazit

Wir haben bei der Statik und Tragswerksplanung für den Holzbau mitgewirkt. Dabei haben wir mehrere besondere Anforderungen berücksichtigen müssen: den Wasserdruck aus dem Schwimmbecken als ständige horizontale Last, die Schnittstellen zwischen Holzbau, Becken und Technik, die Integration und Koordination der umfangreichen Gebäudetechnik, den Nachweis und die Planung unter korrosiven Umgebungsbedingungen, weil das Schwimmbadklima feucht und chlorhaltig ist und natürlich die Tatsache, dass das Gebäude immer wieder ab- und neu aufgebaut werden können muss. Der Brandschutz war ebenfalls ein Thema, das uns intensiv beschäftigt hat. Aber genau diese Herausforderungen waren es, die das Projekt für uns einmalig gemacht haben. Jede Bemühung hat sich gelohnt.

Hallenbad in Holzhybrid

Baustellenbesuch im März 2026

Im März haben wir mit unseren Mitarbeitern die Baustelle besichtigt. Wir haben uns mit den Architekten ausgetauscht und uns die statischen Lösungen vor Ort angeschaut.

Das war klasse: Die praktische Umsetzung live zu sehen, ist immer ein besonderes Gefühl. Und es ist schön, zu wissen, dass wir mit unserer Leistung an etwas Nachhaltigem und Innovativem mitgewirkt haben.

Team Ingenieurbüro Heil in Zuffenhausen